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Berufsunfähigkeitsver­sicherung für Studenten: Der richtige Weg

Als Student bist du für viele Vertriebe ein besonders interessantes Ziel: jung, bald gut verdienend, oft unerfahren in Versicherungsfragen. Genau deshalb lohnt es sich, den Prozess zu verstehen, bevor du unterschreibst. Der wichtigste Schritt kommt dabei nicht am Ende, sondern ganz am Anfang.

Der wichtigste Schritt kommt zuerst, nicht die Tarifwahl

Ein weit verbreiteter Fehler: zuerst nach dem „besten Tarif" oder dem günstigsten Beitrag zu suchen. Die eigentlich entscheidende Frage lautet aber: Wer würde dich zu welchen Konditionen überhaupt versichern? Der günstigste Tarif nützt dir wenig, wenn du am Ende wegen einer Formulierung im Antrag nur mit Einschränkungen oder gar nicht versichert wirst.

Deine Gesundheitshistorie (auch kleinere Dinge: vergangene Verspannungen, eine Krankschreibung vor einer Prüfung, laufende Medikamente, sportliche Aktivitäten) sollte sauber und vollständig aufbereitet werden, bevor ein Antrag gestellt wird. Das hat einen einfachen Grund: Ein abgelehnter oder mit Einschränkungen beschiedener Antrag hinterlässt eine Spur, die bei künftigen Anfragen bei anderen Gesellschaften auftauchen kann. Diese Information bleibt oft über Jahre gespeichert und kann sich negativ auswirken, selbst wenn der ursprüngliche Anlass längst nicht mehr relevant ist.

Der bessere Weg: eine anonyme Risikovoranfrage. Dabei werden deine Gesundheitsangaben unter einem Kürzel statt deinem Namen bei mehreren Gesellschaften vorab geprüft, ohne dass eine förmliche Ablehnung in deiner Akte landet, falls das Ergebnis negativ ausfällt. So bekommst du eine realistische Einschätzung, bevor überhaupt ein offizieller Antrag gestellt wird, und kannst gezielt bei der Gesellschaft abschließen, die deine Situation am besten einschätzt, statt aufs Geratewohl irgendwo anzufragen.

Als groben Überblick reicht dir das? Wir übernehmen die Details für dich.

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Das Wichtigste für dich als Student: eine saubere Aufbereitung deiner Gesundheitshistorie

Wir gehen dabei bewusst einen anderen Weg als viele im Markt. Statt dich mit Hochglanzbroschüren, fragwürdigen Testsiegern oder dem Argument „Steuern sparen" zu ködern, nehmen wir den Umweg, der sich am Ende auszahlt. Für dich zählt zu Beginn nur eine einzige Frage:

Wer würde dich als Student zu welchen Konditionen in der Berufsunfähigkeitsversicherung überhaupt versichern?

Bevor irgendein Antrag gestellt wird, räumst du (im Idealfall gemeinsam mit uns) erst jede mögliche Stolperfalle aus dem Weg. Typische Beispiele dafür sind:

  • Rückenverspannungen, die vor einiger Zeit mal aufgetreten sind
  • laufende Medikamenteneinnahme, etwa wegen einer Schilddrüsenunterfunktion
  • „Lernstress" bzw. eine Krankschreibung kurz vor einer wichtigen Klausur
  • Verletzungen beim Sport
  • ein paar Tage Unwohlsein
  • Eisenmangel
  • geplante Auslandsaufenthalte
  • diverse Hobbys und Freizeitaktivitäten

Gerade die letzten beiden Punkte gehen über die reine „Gesundheitsprüfung" hinaus und landen im größeren Feld der „Risikoprüfung". Kletterst du gelegentlich in den Bergen, tauchst im Urlaub in Südostasien oder fährst nach der Uni mit dem Mountainbike den Berg runter, muss das alles vor der Antragsstellung sauber geklärt werden, und zwar nicht über Fragebögen, die dir irgendwann während des Antrags vorgelegt werden.

Wie du deine Gesundheits- bzw. Risikohistorie sauber aufbereitest

Dafür brauchen wir von dir folgende Unterlagen:

  • unser Risikovoranfrageformular
  • ein ausführliches Gesundheitsdaten-Beiblatt
  • gegebenenfalls ärztliche Atteste (dazu haken wir gerne nochmal gezielt nach, sobald dein Beiblatt vorliegt)
  • deine ausführliche Eigenerklärung zu deinen Freizeitaktivitäten
  • unsere Vorab-Datenschutzerklärung

Diese Unterlagen schickst du bitte nicht per Mail: Wir tauschen sämtliche Dokumente mit Interessenten und Kunden über unsere geschützte, deutsche Cloud-Lösung „simplr" aus. Registrieren kannst du dich schon vorab unter „Neukundenregistrierung"; dort hinterlegen wir dir später auch Angebote, Vergleiche und Anträge.

Warum die Angabe deiner Gesundheitsdaten so wichtig ist

Der Gesetzgeber regelt das relativ eindeutig: Nach § 19 Versicherungsvertragsgesetz (VVG) musst du die dir bekannten Gefahrenumstände sauber angeben. Verlangt wird dabei eine „zumutbare Gedächtnisleistung", nicht mehr und nicht weniger. Ein pauschales Durchforsten deiner kompletten Krankenakte ist damit nicht gemeint, wir gehen stattdessen gezielt vor.

Das Gesundheitsdaten-Beiblatt: das Herzstück der Aufbereitung

Nimm dir dafür wirklich Zeit und fülle es gewissenhaft aus, lieber etwas zu ausführlich als zu knapp. Am Ende geht es darum, dass sich der Risikoprüfer auf der anderen Seite ein genaues, umfassendes Bild machen kann. Beschreib es einfach mit eigenen Worten, das dürfte dir als Student nicht allzu schwerfallen. Reicht der Platz im Beiblatt nicht aus oder passt eine Tabelle nicht zu deiner Vorgeschichte, schreib einfach als freien Text weiter, als Eigenerklärung. Auch hier gilt: Die Gegenseite muss sich ein möglichst gutes Bild machen können.

Auch Hobbys und Freizeitaktivitäten gehören sauber angegeben

Fast jeder Student treibt in der Freizeit Sport, das ist grundsätzlich positiv. Gemeint ist damit aber nicht die wöchentliche Uni-Yogastunde, sondern alles mit einem echten Risikoprofil (Klettern, Tauchen, Mountainbiken und Ähnliches), das genauso ausführlich beschrieben werden sollte wie deine gesundheitliche Vorgeschichte.

Ein kleiner Bonus am Rande: Für manche Studiengänge gibt es immer wieder Aktionen mit vereinfachten Gesundheitsfragen, bei denen zusätzlich gar nicht erst nach gefährlichen Hobbys gefragt wird. Vor allem Studierende der Humanmedizin, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und ähnlicher Fachrichtungen profitieren davon gelegentlich.

Ärztliche Atteste: so werden sie wirklich hilfreich

Mit präzise formulierten, aktuellen ärztlichen Stellungnahmen lassen sich nicht ganz treffende Abrechnungsdiagnosen oder unklare Krankheitsbilder in der Praxis oft ausräumen. Eine gute Stellungnahme beantwortet vier Fragen:

  • Wann waren Diagnose und Behandlung?
  • Warum kam es zu der Erkrankung?
  • Wie wurde behandelt?
  • Wann war die Erkrankung wieder ausgeheilt?

Kurz gesagt: „Was war wann, warum, wie wurde behandelt, wann war es wieder gut." Wenn du deinem Arzt genau das so erklärst, kann er meist gut damit arbeiten. Bleib dabei freundlich und bittend, nicht fordernd, das kommt in der Regel deutlich besser an.

Ein realistischer Hinweis dazu: Auch wir können nicht zaubern. Liegt bei dir zum Beispiel eine Depression, ein Bandscheibenvorfall oder Diabetes vor, solltest du keine Annahme zu Normalbedingungen erwarten. Eine Ausschlussklausel für einen einzelnen Bereich (etwa Psyche oder Wirbelsäule) ist als Student zwar ärgerlich, aber ähnlich wie bei einer Hausratversicherung, die die Doppelgarage ausklammert: Der Rest bleibt trotzdem sinnvoll abgesichert. Weil du als Student meist noch jung bist, lässt sich oft zusätzlich eine zeitlich befristete Ausschlussklausel vereinbaren, mit einer Überprüfungsoption nach ein bis fünf Jahren, je nach Schwere der Vorgeschichte.

Genug Detailtiefe fürs Erste? Den Rest klären wir gemeinsam im Gespräch.

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Verzichte nach Möglichkeit auf Fragebögen der Gesellschaften

Manche Versicherer arbeiten bei Studenten besonders gerne mit zusätzlichen Fragebögen, etwa zu Bergsport oder Atemwegserkrankungen in der Familie. Das Problem dabei: Solche Fragebögen fragen teils unbegrenzt in die Zukunft oder ohne die sonst übliche zeitliche Begrenzung von fünf Jahren ab, ganz anders als die regulären Antragsfragen. Wer sich stattdessen direkt und ohne erfahrene Beratung an einen Versicherer wendet, landet aufgrund unpräziser eigener Angaben schnell in genau dieser Fragebogen-Spirale und begibt sich damit unnötig in Gefahr.

Warum zwei Verträge oft klüger sind als einer

Ein Konzept, das viele Studenten nicht kennen: Statt der gesamten gewünschten Absicherungssumme bei einem Versicherer, kann eine Aufteilung auf zwei Verträge sinnvoll sein.

Der Grund: Die meisten Versicherer erlauben eine spätere Erhöhung der Absicherung ohne neue Gesundheitsprüfung nur bis zu einer bestimmten Obergrenze und meist nur in einem begrenzten Schritt pro Ereignis, etwa Berufseinstieg, Heirat oder Immobilienkauf. Wer von Anfang an auf zwei Gesellschaften verteilt, hat am Ende doppelt so viel Spielraum für spätere, gesundheitsprüfungsfreie Erhöhungen, zum Beispiel nach dem Berufseinstieg, wenn das Gehalt springt und der tatsächliche Absicherungsbedarf deutlich steigt.

Das ist kein Nachteil bei den Kosten, aber ein spürbarer Gewinn an Flexibilität für später, gerade weil sich die eigene Lebenssituation zwischen Studienbeginn und dem tatsächlichen Berufseinstieg oft noch deutlich verändert.

Noch ein Hinweis dazu: Verzichte nach Möglichkeit auf die Kombination mit einer Basisrente. Für rund 95 Prozent unserer studentischen Kunden ist stattdessen genau diese eigenständige Zwei-Vertragslösung die passende technische Ausgestaltung, gerade wenn du dauerhaft und in Vollzeit im Berufsleben bleiben und irgendwann zu den Gutverdienern gehören möchtest. Mit dem Abschluss während des Studiums sicherst du dir schließlich deinen aktuellen Gesundheitszustand und „frierst" ihn praktisch ein, umso wichtiger ist es, dass die Vertragsstruktur danach auch mitwächst.

Ein Rechenbeispiel, warum ein einzelner Vertrag oft nicht reicht

Nehmen wir an, du sicherst als Informatikstudent bei einer Gesellschaft 1.500 € ab und nimmst über die Jahre die Beitragsdynamik mit, sodass daraus 1.700 € monatliche Absicherung werden. Nach dem Berufseinstieg verdienst du direkt 60.000 € brutto im Jahr, keine Seltenheit, oft ist es sogar mehr. Als grober Richtwert für eine bedarfsgerechte Absicherung gelten rund 60 Prozent des Bruttogehalts, bei 60.000 € wären das 36.000 € im Jahr bzw. 3.000 € im Monat.

Von 1.700 € auf 3.000 € kommst du bei einem einzelnen Vertrag aber in der Regel nicht: Eine Erhöhung ohne neue Gesundheitsprüfung ist meist nur in Schritten von maximal 500 € pro Ereignis möglich (wenige Gesellschaften erlauben direkt nach dem Studienabschluss etwas mehr), und die gesamte Nachversicherungsgarantie ist bei den meisten Anbietern ohnehin bei rund 2.500 € gedeckelt, etwa bei der HDI (dort allerdings mit der Möglichkeit, direkt um das Doppelte zu erhöhen) oder bei der Baloise. Aus 1.700 € werden damit realistisch 2.200 €, und es bleibt eine Lücke von 800 € zu deiner eigentlich bedarfsgerechten Absicherung übrig, die sich mit diesem einen Vertrag nicht mehr schließen lässt.

Mit zwei Verträgen umgehst du genau dieses Problem

Verteilst du deine Absicherung von Anfang an auf zwei Gesellschaften, verdoppelt sich auch deine gesamte Nachversicherungsgarantie, aus 2.500 € werden 5.000 €. Das verschafft dir auch später noch Luft nach oben, wenn zum Beispiel weitere Gehaltssprünge, eine Immobilienfinanzierung oder die Geburt eines Kindes anstehen und du deinen Schutz entsprechend anpassen möchtest. Mit nur einem Vertrag bist du dagegen direkt nach dem Studium und auch in den Jahren danach spürbar unflexibler.

Und wenn ich trotzdem über die Grenze eines einzelnen Anbieters hinaus will?

Technisch geht das, bringt aber zusätzliche Risiken mit sich: Es wird eine ärztliche Untersuchung fällig, der Rückversicherer entscheidet mit und urteilt in der Regel strenger als ein uns wohlgesonnener Risikoprüfer, und der Gesundheitsfragebogen erweitert sich zusätzlich um ein ärztliches Zeugnis. Ein einzelner auffälliger Blutwert oder eine bislang unbekannte Diagnose reicht dann schon aus, damit der ursprüngliche Plan nicht mehr aufgeht, ein Risiko, das sich mit zwei von Anfang an getrennten Verträgen vermeiden lässt. Eine Ausnahme ist die Canada Life, die Erhöhungen bis zu 10.000 € ermöglicht, hier ist eine Aufteilung auf zwei Verträge teils gar nicht mehr nötig.

Zwei häufige Fehler, die teuer werden können

Fehler 1: Die Laufzeit zu kurz wählen, um Beitrag zu sparen. Ein kürzeres Endalter (z. B. bis 60 statt bis 67) senkt zwar den monatlichen Beitrag, aber genau in den Jahren zwischen 60 und 67 bist du dann ungeschützt, also in einem Alter, in dem das Risiko einer Berufsunfähigkeit eher steigt als sinkt. Das Argument „ich will eh nicht bis 67 arbeiten" verwechselt zwei unterschiedliche Dinge: den Zeitpunkt, an dem du selbst aufhören möchtest, mit dem Zeitraum, in dem du abgesichert sein solltest, falls es anders kommt. Gerade weil sich das gesetzliche Renteneintrittsalter über Jahrzehnte noch verändern kann, lohnt sich eine Laufzeit, die eher zu lang als zu kurz gewählt ist.

Fehler 2: Reflexartig ein Kombiprodukt (z. B. mit einer Rentenversicherung) mitnehmen, ohne es separat zu bewerten. Kombiprodukte werden oft mit Argumenten wie „Steuern sparen" beworben. Das kann im Einzelfall Sinn ergeben, ist aber kein Automatismus. Bewerte den Absicherungsteil und den Sparteil getrennt, und lass dir beides einzeln erklären, bevor du unterschreibst. Ein gutes Kombiprodukt sollte auch als Summe seiner Einzelteile überzeugen, nicht nur als Gesamtpaket, das sich auf den ersten Blick clever anhört.

Einsteigertarife, mit Vorsicht zu genießen

Manche Versicherer bieten in den ersten Jahren reduzierte Einstiegsbeiträge an, die später automatisch steigen. Auf lange Sicht zahlst du damit spürbar mehr als beim regulären Tarif von Anfang an, weil die Ersparnis der ersten Jahre die höheren Beiträge der Folgejahre in der Regel nicht aufwiegt. Sinnvoll ist das eigentlich nur in einer Situation: wenn das Budget während des Studiums wirklich so eng ist, dass ohne den reduzierten Einstiegsbeitrag gar keine Absicherung zustande käme. Dann ist ein Einsteigertarif besser als gar kein Schutz, aber die zweitbeste, nicht die beste Lösung, und ein Wechsel in den regulären Tarif sollte spätestens mit dem ersten festen Einkommen geprüft werden.

Häufige Fragen

Was wir zur Studenten-BU am häufigsten gefragt werden.

Lohnt sich eine BU schon während des Studiums, ich verdiene doch noch nichts?

Es geht zu diesem Zeitpunkt nicht um den Beitrag im Vergleich zum späteren Gehalt, sondern darum, deinen aktuellen, meist noch unbelasteten Gesundheitszustand zu sichern und dir ein junges, günstiges Eintrittsalter zu sichern, das sich über die gesamte restliche Vertragslaufzeit auswirkt.

Was ist eine anonyme Risikovoranfrage genau?

Eine Voranfrage bei Versicherern unter einem Kürzel statt deines Namens, die dir zeigt, wie eine Gesellschaft deine Gesundheitsangaben einschätzen würde, ohne dass ein negatives Ergebnis in deiner Akte landet. Das nimmt dir das Risiko, dich durch einen „falschen" Antrag selbst zu blockieren.

Muss ich wirklich jede Kleinigkeit angeben?

Der Gesetzgeber verlangt eine „zumutbare Gedächtnisleistung", das heißt: was du weißt und wissen kannst, gehört rein. Im Zweifel lieber einmal zu viel als zu wenig, aber mit ärztlicher Einordnung, nicht als bloße Auflistung, denn unstrukturierte Angaben können genauso missverständlich wirken wie fehlende.

Was, wenn meine Gesundheitshistorie nicht ganz makellos ist?

Das bedeutet nicht automatisch eine Ablehnung. Häufig sind Ausschlüsse für einzelne Bereiche möglich, während der Rest normal versichert wird, oder eine spätere Überprüfung der Klausel nach einigen Jahren, wenn sich der ursprüngliche Anlass als unproblematisch erwiesen hat.

Lass uns deine Gesundheitshistorie sauber aufbereiten.

Der wichtigste Schritt vor jedem BU-Abschluss ist eine vollständige, korrekt formulierte Risikoeinschätzung, nicht die Tarifwahl. Im kostenlosen Erstgespräch gehen wir das gemeinsam an.

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