Kinderabsicherung: Was dein Kind wirklich braucht, und wann
Absicherung fürs Kind ist kein Thema, das man an einem Nachmittag abschließend klärt. Was sinnvoll ist, ändert sich mit dem Alter deines Kindes, und die Reihenfolge, in der du vorgehst, macht einen echten Unterschied. Ich zeige dir den Überblick, altersgerecht sortiert.
Warum sich Absicherung fürs Kind überhaupt lohnt
Der Grundgedanke ist bei jeder Form der Kinderabsicherung derselbe: Je jünger und gesünder dein Kind ist, desto einfacher und günstiger lässt sich ein Schutz für später sichern. Das gilt für die Arbeitskraftabsicherung genauso wie für andere Vorsorgeformen. Wartest du zu lange, können sich sowohl die Aufnahmebedingungen als auch die Kosten spürbar verschlechtern, unabhängig davon, wie gesund dein Kind tatsächlich ist.
Das heißt nicht, dass ihr sofort alles auf einmal abschließen müsst. Es heißt: Wenn ihr etwas plant, ist früher fast immer besser als später.
Der Überblick nach Alter
0 bis 6 Jahre: die Grundlage sichern
In diesem Alter geht es vor allem darum, den Gesundheitszustand deines Kindes für später zu sichern, meist über Optionsmodelle, nicht über eine eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung (die gibt es in diesem Alter noch nicht). Mehr dazu auf der Unterseite Kinder.
6 bis 18 Jahre: die eigenständige Absicherung wird möglich
Ab einem bestimmten Alter (aktuell meist ab 10 Jahren, vereinzelt schon früher) öffnet sich der Markt für eine echte, eigenständige Berufsunfähigkeitsversicherung. Das ist finanziell oft der günstigste Einstiegszeitpunkt überhaupt, und die schulische Einstufung deines Kindes spielt dabei eine überraschend große Rolle. Mehr dazu auf der Unterseite Schüler.
Studium: der letzte günstige Zeitpunkt vor dem Berufseinstieg
Wer als Student einsteigt, sichert sich meist noch einmal deutlich bessere Konditionen als nach dem Berufseinstieg, muss aber auf ein paar spezifische Fallstricke achten (Kombiprodukte, zu kurze Laufzeiten, saubere Gesundheitshistorie). Mehr dazu auf der Unterseite Studenten.
Was sonst noch zur Kinderabsicherung gehört
Arbeitskraftabsicherung ist ein zentraler, aber nicht der einzige Baustein. Je nach Situation können ergänzend sinnvoll sein:
- Unfallversicherung, unabhängig vom späteren Beruf
- Krankenzusatzversicherung, z. B. für bessere Behandlungsoptionen im Krankheitsfall
- Grundfähigkeitsversicherung als Alternative oder Ergänzung zur klassischen BU, teils schon für sehr junge Kinder verfügbar
Die Reihenfolge, die zählt: erst absichern, dann sparen
Ein Grundsatz, den ich jedem ans Herz lege, bevor es um ETF-Sparpläne fürs Kind geht: Kläre zuerst die Frage der Absicherung, dann erst die des Vermögensaufbaus.
Der Gedanke dahinter: Ein Sparplan baut über Jahre ein Polster auf, aber er schützt nicht vor dem, was auf dem Weg dahin passieren kann. Eine solide Grundabsicherung ist deshalb keine Konkurrenz zum Sparplan, sondern die Voraussetzung dafür, dass der Sparplan sein Ziel überhaupt erreichen kann.
Praktisch heißt das: Wenn ihr aktuell vor der Wahl steht, entweder in eine Absicherung oder in einen Sparplan zu investieren, würde ich in den meisten Fällen zur Absicherung zuerst raten. Wie genau das für eure Situation aussieht, klären wir am besten im Gespräch.
Sobald die Absicherung steht, findest du unter Kindersparen alles zum Thema ETF-Sparplan, Frühstart-Rente und Kindergeld sinnvoll anlegen.
Was wir zur Kinderabsicherung am häufigsten gefragt werden.
Muss ich alles gleichzeitig abschließen?
Nein. Sinnvoller ist es, mit der wichtigsten Absicherung zu beginnen und den Rest nach und nach zu ergänzen, wenn es zeitlich und finanziell passt.
Was ist am wichtigsten, wenn ich nur eine Sache zuerst machen kann?
Das hängt vom Alter deines Kindes und eurer Situation ab. Pauschal lässt sich das nicht beantworten, dafür ist das Erstgespräch da.
Ist Kinderabsicherung nicht generell zu teuer für ein Kind ohne eigenes Einkommen?
Die meisten Formen der frühen Kinderabsicherung sind bewusst so kalkuliert, dass sie auch für ein Kind ohne eigenes Einkommen erschwinglich sind, die Beiträge liegen oft im niedrigen zweistelligen Bereich.
Was, wenn mein Kind schon älter ist und wir noch nichts gemacht haben?
Kein Grund zur Sorge, aber ein guter Grund, jetzt anzufangen. Je nach Alter sind unterschiedliche Wege noch möglich, das schauen wir uns gemeinsam an.
Lass uns klären, was für dein Kind gerade dran ist.
Ob Absicherung oder Sparplan zuerst, das hängt von eurer individuellen Situation ab. Im kostenlosen Erstgespräch finden wir gemeinsam die richtige Reihenfolge.
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